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Ortes, wo einer von beyden Theilen sein Domicil hat, ges schloffen werden. *)

166. Die beyden Aufgebothe, welche im 63. Artikel unter dem Titel von den Acten des Civil:Standes vorge= schrieben sind, müssen bey der Municipalität des Ortes geschehen, wo jeder der beyden Contrahenten sein Domicil hat.

167. Ueberdieß müssen gleichwohl die Aufgebothe bey der Municipalität des lettern Domicils geschehen, wenn einer von beyden sein dermahliges Domicil nur erst durch einen Aufenthalt von sechs Monaten erlangt hat.

N. XL. Gutachten des Staats- Raths über die Formalitäten, welche in Betreff der Heirathen der Militair-Personen, die sich auf dem französchen Gebierhe befinden, zu beobachten sind, vom 2. Ergänzungstag 13. J., genehmiget vom Kaiser den 4. Ergänjungstag (21. September 1805.)

Der Staats- Rath 2c. über die Frage, ob Militair Personen nur vor dem Beamten des Civil:Standes des Domicils eines der Ehegatten fich verehelichen dürfen, und ab auch die Militair-Perfonen dieses Domicil durch einen sechs monatlichen Aufenthalt an dem Orte, wo die Ehe geschlossen werden soll, erwerben müssen;

In Erwägung, daß der 165. Artikel des Gesezbuches Napoleons verordnet, daß die Ehe vor dem Beamten des Civil-Standes des Domicils einer der Parteyen geschlossen werden soll; daß diejes Domicil zu Folge des 74. Artikels durch einen sechs Monate lang fortdauernden Aufenthalt in derselben Gemeinde erworben wird; daß die Artikel 94 und 95 dieses Gesetzbuches bloß diejenigen Milis tair-Personen betreffen, welche sich außer dem Gebiethe des Reichs befinden, und daß sie keine Ausnahme zu Gunsten der Militairs Personen enthalten, welche im Innern des Reichs dienen,

Ist der Meinung, daß die Militair Personen, wenn sie sich auf dem Gebiethe des Reichs befinden, nur vor den Beamten des Civil Standes der Gemeinden, wo sie sich während sechs Monate unun? terbrochen aufgehalten haben, oder vor dem Beamten des CivilStandes der Gemeinde, in welcher ihre künftigen Ehegattinnen das durch den 74. Artikel des Gesetzbuches Napoleons bestimmte Domicil erworben haben, und nur nachdem sie die von den Artikeln 166, 167 und 168 vorgeschriebenen Formalitäten beobachtet haben, eine Ehe schließen können.

1-68. Si les parties contractantes, ou l'une d'elles, sont, relativement au mariage, sous la puissance d'autrui, les publications seront encore faites à la municipalité du domicile de ceux sous la puissance desquels elles se trouvent.

169. Il est loisible à l'Empereur ou aux officiers qu'il préposera à cet effet, de dispenser, pour des causes graves, de la seconde publication.

170. Le mariage contracté en pays étranger entre Français, et entre Français et étrangers, sera valable, s'il a été célébré dans les formes usitées dans le pays, pourvu qu'il ait été précédé des publications prescrites par l'art. 63, au titre des Actes de l'état civil, et que le Français n'ait point contrevenu aux dispositions contenues au chapitre précédent.

171. Dans les trois mois après le retour du Français sur le territoire de l'Empire, l'acte de célébration du mariage contracté en pays étranger, sera transcrit sur le registre public des mariages du lieu de son domicile.

CHAPITRE III.

Des Oppositions au Mariage.

172. Le droit de former opposition à la célébration du mariage, appartient à la personne engagée par mariage avec l'une des deux parties contractantes.

173. Le père, et à défaut du père, la mère, et à defaut de père et mère, les aïeuls et aïeules, peuvent former opposition au mariage de leurs enfans et descendans, encore que ceux-ci aient vingt-cinq ans accomplis.

174. A défaut d'aucun ascendant, le frère ou la soeur, l'oncle ou la tante, le cousin ou la cousine germains, ma

168. Sind die Contrahenten, oder einer von ihnen in Rücksicht auf die Befugniß eine Heirath zu schließen, unter der Gewalt eines andern, so müssen die Aufgebothe nebstdem noch bey der Municipalität des Wohnortes derjenigen ges schehen, unter deren Gewalt sie sich befinden.

169. Der Kaiser, oder die Beamten, welche er deßhalb anstellen wird, haben das Recht, aus wichtigen Gründen das zweyte Aufgeboth zu erlaffen.

170. Ehen, welche im Auslande zwischen Franzosen, oder zwischen Franzosen und Fremden geschlossen worden, find gültig, wenn sie nach der im Lande hergebrachten Form eingegangen wurden, vorausgesetzt, daß die im 63. Artikel uns ter dem Titel von den Acten des Civil-Scandes vorges schriebenen Aufgebothe vorhergegangen sind, und daß der Franzose den im vorhergehenden Capitel enthaltenen Verfügungen nicht zuwider gehandelt hat.

171. In den ersten drey Monaten nach der Rückkehr des Franzosen auf das Gebieth des Reichs, muß der Act über die im Auslande geschlossene Ehe dem öffentlichen Heiraths-Register des Ortes, wo er seinen Wohnsitz hat, einz getragen werden.

Drittes Capitel.

Von den Oppofitionen wider die Heirath.

172. Das Recht wider die Schließung der Ehe eine Opposition einzulegen hat die Person, welche mit einem der beyden Contrahenten schon verheirathet ist.

173. Der Vater und bey Abgang des Vaters die Mutter, und bey Abgang beyder Eltern die Groß-Eltern können wider die Heirath ihrer Kinder und Abkömmlinge Opposition einlegen, obgleich diese schon das Alter von fünf und zwan zig vollen Jahren erreicht haben.

174. In Ermangelung aller Ascendenten kann der Bruder, oder die Schwester, der Oheim oder die Muhme, oder

jeurs, ne peuvent former aucune opposition que dans les deux cas suivans:

1.° Lorsque le consentement du conseil de famille, requis par l'article 160, n'a pas été obtenu ;

2. Lorsque l'opposition est fondée sur l'état de démence du futur époux. Cette opposition, dont le tribunal pourra prononcer main-levée pure et simple, ne sera jamais reçue qu'à la charge, par l'opposant, de provoquer l'interdiction, et d'y faire statuer dans le délai qui sera fixé par le jugement.

175. Dans les deux cas prévus par le précédent article, le tuteur ou curateur ne pourra, pendant la durée de Ja tutelle, ou curatelle, former opposition qu'autant qu'il y aura été autorisé par un conseil de famille qu'il pourra convoquer.

176. Tout acte d'opposition énoncera la qualité qui donne à l'opposant le droit de la former; il contiendra élection de domicile dans le lieu où le mariage devra être célébré; il devra également, à moins qu'il ne soit fait à la requête d'un ascendant, contenir les motifs de l'opposition: le tout à peine de nullité, et de l'interdiction de l'officier ministériel qui aurait signé l'acte contenant opposition,

177. Le tribunal de première instance prononcera dans les dix jours sur la demande en main-levée.

178. S'il y a appel, il y sera statué dans les dix jours de la citation.

179. Si l'opposition est rejetée, les opposans, autres néanmoins que les ascendans, pourront être condamnés à des dommages-intérêts.

ein Geschwisterkind, wenn diefe übrigens großjährig find, nur in folgenden zwey Fällen Oppofition einlegén:

1) Wenn die Einwilligung des Familienraths, welche der 160. Artikel erfordert, nicht erwirkt worden ist;

2) Wenn die Opposition sich auf den Wahnsinn des künftigen Ehegatten gründet. Diese Opposition, deren uns bedingte Aufhebung das Gericht verfügen kann, darf nur unter der Bedingung angenommen werden, daß der Opponent auf die Interdiction antrage, und hierüber binnen der Zeitfrist, die in dem Urtheil bestimmt werden muß, eutscheiden laffe.

175. In den beyden durch den vorherigen Artikel bes stimmten Fällen kann der Vormund oder Curator während der Vormundschaft oder Curatel nur in so fern eine Opposition einlegen, als er von einem Familienrathe, den er zu diesem Ende versammeln laffen darf, hiezu ermächtiget worden ist.

176. Jeder Oppositions Act muß die Eigenschaft ausdrucken, welche dem Opponenten das Recht gibt, fie einzus legen; er muß die Wahl eines Domicils an dem Orte, wo die Heirath gefchloffen werden soll, enthalten; auf gleiche Weise müssen die Beweggründe der Opposition, es sey dann, daß sie auf Ansuchen eines Ascendenten eingelegt worden, darin ausgedruckt seyn; alles bey Strafe der Nichtigkeit, und der Untersagung der Amtsverrichtungen auf eine bestimmte Zeit (interdiction) wider denjenigen Beamten (officier ministériel), der den Oppositions-Act unterzeichnet hat.

177. Das Gericht der ersten Instanz muß in den ersten zehn Tagen über das Gesuch um Aufhebung erkennen.

178. Wird gegen das Urtheil Appellation eingelegt, so foll hierüber in den ersten zehn Tagen nach der Vorladung erz fannt werden.

179. Wird die Opposition verworfen, so können die Op ponenten, so fern es keine Ascendenten sind, zum Ersatz des Schadens und des entbehrten Vortheils perurtheilt werdeya

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