Images de page
PDF
ePub

4) Wenn kraft des Titels einem der Erben allein die Erfüllung der Verbindlichkeit aufliegt ;

5) Wenn es sich aus der Natur des Versprechens, oder der Sache, die den Gegenstand davon ausmacht, oder aus dem Zwecke, den man bey dem Contracte sich vorgesetzt hatte, ergibt, daß es die Absicht der Contrahenten war, daß die Schuld nicht theilweise berichtiget werden dürfte.

In den drey ersten Fållen kann der Erbe, der die auszus liefernde Sache, oder das zur Hypothek gestellte Grundstück besißt, in eben dieser Sache oder in dem zur Hypothek ge= stellten Grundstücke für das Ganze angegriffen werden, mit Vorbehalt seines Regresses wider seine Miterben. In dem vierten Falle kann gleichfalls der Erbe, dem für sich allein die Zahlung der Schuld auferlegt worden ist, und im fünften jeder Erbè fürs Ganze belangt werden, wobey ihmi der Regreß wider seine Miterben vorbehalten bleibt.

§. 11.

Von den Wirkungen einer untheilbaren Verbindlichkeit.

1222. Von denjenigen, die zusammen eine untheilbare Schuld übernommen haben, ist ein jeder fürs Ganze verbun= deu, wenn schon die Verbindlichkeit nicht solidarisch übernoms men worden ist.

1223. Eben so verhält es sich mit den Erben desjenis gen, der eine solche Verbindlichkeit übernommen hat.

1224. Jeder Erbe des Gläubigers kann die Vollziehung einer untheilbaren Verbindlichkeit im Ganzen verlangen.

[ocr errors]

Für sich allein ist er nicht berechtiget, die ganze Schulb zu erlassen; für sich allein kann er nicht den Werth anstatt der Sache selbst annehmen. Hat einer der Erben für sich allein die Schuld nachgelassen, oder den Werth der Sache angenommen, so kann sem Miterbe die untheilbare Sache dann fordern, wenn er den Antheil des Miterben, der den Nachlaß bewilliget, oder den Werth empfangen hat, vergütet.

nur dann

1225. L'héritier du débiteur, assigné pour la totalité de l'obligation, peut demander un délai pour mettre en cause ses cohéritiers, à moins que la dette ne soit de nature à ne pouvoir être acquittée que par l'héritier assig→ né, qui peut alors être condamné seul; sauf son recours en indemnité contre ses cohéritiers.

SECTION VI.

Des Obligations avec clauses pénales.

1226. La clause pénale est celle par laquelle une personne, pour assurer l'exécution d'une convention, s'engage à quelque chose en cas d'inexécution.

1227. La nullité de l'obligation principale entraine celle de la clause pénale.

La nullité de celle-ci n'entraîne point celle de l'obligation principale.

1228. Le créancier, au lieu de demander la peine stipulée contre le débiteur qui est en demeure, peut poursuivre l'exécution de l'obligation principale.

1229. La clause pénale est la compensation des dommages et intérêts que le créancier souffre de l'inexécution de l'obligation principale.

Il ne peut demander en même temps le principal et la peine, à moins qu'elle n'ait été stipulée pour le simple retard.

1230. Soit que l'obligation primitive contienne, soit qu'elle ne contienne pas un terme dans lequel elle doive être accomplie, la peine n'est encourue que lorsque celui qui s'e t obligé soit à livrer, soit à prendre, soit à faire, est en demeure.

1231. La peine peut être modifiée par le juge, lorsque l'obligation principale a été exécutée en partie.

1225. Der Erbe eines Schuldners, der für das Ganze einer Verbindlichkeit vor Gerichte gefordert ist, kann einen Aufschub verlangen, um seine Miterben zur Sache abladen zu lassen, ausgenommen wenn die Schuld von der Art ist, daß sie nicht anderst als von dem beklagten Erben berichtiget werden kann, Dieser kann alsdann allein verurtheilt werden; die Regreß- Klage wider seine Miterben auf Entschädigung bleibt ihm jedoch vorbehalten..

Sechster Abschnitt.

Von Verbindlichkeiten unter Pönál-Clausoln
(Bey Conventional @trafe.)

1226. Eine Pönal-Clausel ist diejenige, wodurch jemand, um die Vollziehung eines Vertrags zu sichern, sich im Falle der Nicht-Erfüllung zu etwas verbindet.

1227. Die Ungültigkeit der Haupt - Verbindlichkeit hat die Ungültigkeit der Ponal-Clausel zur Folge.

Aus der Ungültigkeit der letztern folgt nicht die Ungfiltigkeit der Haupt-Verbindlichkeit.

1228. Der Gläubiger ist befugt, wider den Schuldner, der im Verzug ist, anstatt der ausbedungenen Strafe, die Vollzichung der Haupt-Verbindlichkeit einzuklagen.

1229. Die Penal-Clausel dient als Vergeltung des Intereffe und als Ersatz für den Schaden, den der Gläubiger durch die Nicht-Erfüllung der Haupt-Verbindlichkeit leidet.

Den Haupt-Gegenstand der Verbindlichkeit und die Stras fe zugleich kann er nicht fordern, es sey dann, daß sie für den bloßen Verzug bedungen worden wäre.

1230. Ben der Haupt- Verbindlichkeit mag eine Frist, binnen welcher sie erfüllt werden soll, ausgedruckt seyn, oder nicht, die Strafe ist nur dann verwirkt, wenn derjenige, der sich verbunden hat, etwas zu überliefern oder in Empfang zu nehmen, oder zu thun, im Verzug ist.

1231. Der Richter kann die Strafe måßigen, wenn die Haupt-Verbindlichkeit zum Theile erfüllt worden ist.

1232. Lorsque l'obligation primitive, contractée avec une clause pénale, est d'une chose indivisible, la peine est encourue par la contravention d'un seul des héritiers du débiteur; et elle peut être demandée, soit en totalité contre celui qui a fait la contravention, soit contre cha→ cun des cohéritiers pour leur part et portion, et hypothé cairement pour le tout, sauf leur recours contre celui qui a fait encourir la peine.

1233. Lorsque l'obligation primitive contractée sous une peine, est divisible, la peine n'est encourue que par celui des héritiers du débiteur qui contrevient à cette obligation, et pour la part seulement dont il était tenu dans l'obligation principale, sans qu'il y ait d'action contre ceux qui l'ont exécutée.

Cette règle reçoit exception lorsque la clause pénale ayant été ajoutée dans l'intention que le paiement ne pût se faire partiellement, un cohéritier a empéché l'exécution de l'obligation pour la totalité. En ce cas, la peine entière peut être exigée contre lui, et contre les autres cohéritiers pour leur portion seulement, sauf leur recours.

CHAPITRE V.

De l'Extinction des Obligations.

1234. Les obligations s'éteignent,

Par le paiement;

Par la novation;

Par la remise volontaire;

Par la compensation;

Par la confusion;

Par la perte de la chose;

Par la nullité ou la rescision;

1232. Hat die ursprüngliche unter einer Pönal-Clausel eingegangene Verbindlichkeit eine untheilbare Sache zum Gegenstande, so ist die Strafe schon dadurch verwirkt, daß ein Einziger der Erben des Schuldners dem Versprechen zuwider gehandelt hat, und sie kann entweder im Ganzen wider den= ienigen, der den Vertrag verlegt hat, oder wider einen jeden der Miterben nach Verhältniß seines Antheils, und hypothecarisch für's Ganze gefordert werden; der Regreß wider denjenigen, der Schuld daran ist, daß die Strafe verwirkt würde, bleibt ihnen jedoch vorbehalten.

1233. Ist die ursprüngliche, bey einer Strafe übernommene Verbindlichkeit, theilbar, so wird die Strafe nur von demjenigen aus den Erben des Schuldners verwirkt, der dieser Verbindlichkeit zuwider handelt, und nur für den Antheil, wofür er ben der Haupt-Berbindlichkeit zu haften hatte, ohne daß eine Klage wider diejenigen Statt finde, die fe erfüllt haben.

Diese Regel leidet eine Ausnahme, wenn die Pönal-Claufel in der Absicht hinzugefügt worden ist, damit die Zahlung nicht theilweise geschehen könnte, und nun einer der Miterben die Erfüllung der Verbindlichkeit für's Ganze verhindert hat. Wider ihn kann in diesem Falle die Strafe ganz, und wider die übrigen Miterben nur für ihren Antheil mit Vorbehalt ihres Regresses gefordert werden.

Fünftes Capitel.

Von der Erlöschung der Verbindlichkeiten.

1234. Verbindlichkeiten erlöschen,

Durch Zahlung

Durch Novation,

Durch freywillige Erlaffung,

Durch Compensation,

Durch Confusion,

Durch den Verlust und Untergang der Sache,

Durch Nichtigkeit oder gerichtliche Aufhebung,

« PrécédentContinuer »