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Zweytes Capitel.

Von den Geburts-Acten.

55. Jede Geburt soll in den ersten drey Tagen nach der Niederkunft dem Beamten des Civil-Standes des Orts ange= zeigt werden; das Kind muß ihm vorgezeigt werden.

erhöht wird; legtere müssen daher, im Uebertretungsfalle, unmittelbar oder auf die bloße Requisition des Commiffars bey den Ges richten belangt werden.

Dieses Gutachten löset alle in dieser Hinsicht erhobene Schwierigkeis ten, und Sie haben es zu befolgen. Nur muß ich Ihnen bemerken, daß, da ich Seiner Majestät einen Bericht über die Klagen, welche gegen die Beamten des Civil Standes anzustellen sind, vorgelegt habe, Sie bis auf weitern Befehl keine auheben müffen, diese hätten dann ein materielles Falsum oder jede andere Handlung, welche nach dem Geseze ein Verbrechen ist, sich zu Schulden kommen lassen. Sie müssen jedoch wachen, daß gedachte Beamten jährlich die Duplicate ihrer Register auf der Kanzelley Ihres Gerichtes deponiren.

N. XVII. Circular des Groß-Richters, Justiz-Ministers vom 10. September 1806.

Ich habe Ihnen den 22. Biümaire 14. Jahres das von Seiner Majestät den 4. Pluvios 12. J. genehmigte Gutachten des StaatsRathes bekannt gemacht, welches von der Art und Weise handelt, wie die Beamten des Civil-Standes wegen der Unregelmäßigkeiten, die fie begehen, zu belangen sind.

Da mehrere von Ihnen, zufolge dieses Gutachtens die Anfrage bey mir gethan haben, welche Arten von Unregelmäßigkeiten und Nebertretungen des Geseges von Seiten der Beamten des Civil. Standes, von Ihnen verfolgt werden müßten, so habe ich Seine Majestät von Ihrer Ungewißheit in diesem Puncte unterrichtet.

Die Schwterigkeit, in dieser Sache etwas im Allgemeinen feft: zuschen, und die Furcht, daß mehrere von Ihnen sich verpflichtet glauben möchten, auch wegen unbedeutender Unregelmäßigkeiten, gerichtliche Verfolgungen anzustellen, haben Eeine Majestät bewos gen, mich, auf ein neues Gutachten des Staats-Ruths, zu autoris firen, Ihnen vorzuschreiben, keine Klagen anzuheben, bevor Sie mir nicht vorläufig die Thatsachen vorgetragen haben, die nach Ihrer Meinung gerichtliche Verfolgungen nach sich sichen müßten.

CHAPITRE II.

Des actes de naissance.

55. Les déclarations de naissance seront faites, dans les trois jours de l'accouchement, à l'officier de l'etat civil du lieu: l'enfant lui sera présenté.

Cet avis aplanit toutes les difficultés élevées à cet égard: vous voudrez bien vous y conformer. Je vous fais seulement observer qu'ayant soumis à sa Majesté un rapport relatif aux poursuites à exercer contre les officiers de l'état civil, vous n'en devez intenter aucune jusqu'à nouvel ordre, à moins qu'il ne s'agit, de leur part, d'un faux matériel ou de tout autre acte qualifié délit par la loi. Vous devez veiller néanmoins à ce qu'ils fassent annuellement le dépôt du double de leurs registres au greffe du tribunal.

N. XVII. Circulaire du Grand-Juge, Ministre de la justice du 10 Septembre 1806.

Je vous ai fait connaître, le 22 brumaire an 14, l'avis donné par le Conseil d'état, approuvé par Sa Majesté le 4 pluviôse an 12, touchant le mode de poursuivre les officiers de l'état civil pour les irrégularités par eux commises.

Plusieurs d'entre vous m'ayant, d'après cet avis, consulté sur l'espèce d'irrégularités ou de contraventions qui devaient donner lieu à des poursuites de leur part, j'ai rendu compte à Sa Majesté de votre incertitude à cet égard.

La difficulté de rien déterminer de général dans cette matière, et la crainte que quelques-uns d'entre vous ne se croient obligés de poursuivre, même pour des irrégularités légères, ont porté Sa Majesté à m'autoriser, sur un nouvel avis du Conseil d'état, à vous prescrire de n'intenter aucunes poursuites sans m'avoir préalablement exposé les cas que vous coiriez devoir y donner lieu.

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Zweytes Capite 1.

Von den Geburts Acten.

55. Jebe Geburt soll in den ersten drey Tagen nach der Niederkunft dem Beamten des Civil-Standes des Orts angezeigt werden; das Kind muß ihm vorgezeigt werden.

erhöht wird; legtere müssen daher, im Hebertretungsfalle, unmits telbar oder auf die bloße Requisition des Commissars bey den Ges richten belangt werden.

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Dieses Gutachten löset alle in dieser Hinsicht erhobene Schwierigkeis ten, und Sie haben es zu befolgen. Nur muß ich Ihnen bemerken, daß, da ich Seiner Majestät einen Bericht über die Klagen, welche gegen die Beamten des Civil-Standes anzustellen sind, vorgelegt habe, bis auf weitern Befehl keine anheben müssen, diese hätten dann ein materielles Falfum oder jede andere Handlung, welche nach dem Gefeße ein Verbrechen ist, sich ¡u Schulden kommen lassen. Sie müssen jedoch wachen, daß gedachte Beamten jährlich die Duplicate ihrer Register auf der Kanzelley Ihres Gerichtes deponiren.

N. XVII. Circular des Groß-Richters, Justiz-Ministers vom 10. September 1806.

Ich habe Ihnen den 22. Biümaire 14. Jahres das von Seiner Majestät den 4. Pluvios 12. J. genehmigte Gutachten des StaatsRathes bekannt gemacht, welches von der Art und Weise handelt, wie die Beamten des Civil-Standes wegen der Unregelmäßigkeiten, die fie begehen, zu belangen sind.

Da mehrere von Ihnen, zufolge dieses Gutachtens die Anfrage bey mir gethan haben, welche Arten von unregelmäßigkeiten und Nebertretungen des Geseges von Seiten der Beamten des Civil. Standes, von Ihnen verfolgt werden müßten, so habe ich Seine Majestät von Ihrer Ungewißheit in diesem Puncte unterrichtet.

Die Schwierigkeit, in dieser Sache etwas im Allgemeinen fests zusehen, und die Furcht, daß mehrere von Ihnen sich verpflichtet glauben möchten, auch wegen unbedeutender Unregelmäßigkeiten, gerichtliche Verfolgungen anzustellen, haben Seine Majestät bewos gen, mich, auf ein neues Gutachten des Staats-Ruths, zu autoris firen, Ihnen vorzuschreiben, keine slagen anzuheben, bevor Sie mir nicht vorläufig die Thatsachen vorgetragen haben, die nach Ihrer Meinung gerichtliche Verfolgungen nach sich ziehen müßten.

ou,

56. La naissance de l'enfant sera déclarée par le père,

à défaut du père, par les docteurs en medecine ou en chirurgie, sages-femmes, officiers de santé ou autres personnes qui auront assisté à l'accouchement; et, lorsque la mère sera accouchée hors de son domicile, par la personne chez qui elle sera accouchée.

L'acte de naissance sera rdigé de suite, en présence de deux témoins.

57. L'acte de naissance énoncera le jour, l'heure et le lieu de la naissance, le sexe de l'enfant et les prénoms qui lui seront donnés, les prénoms, noms, profession et domicile des père et mère, et ceux des témoins. *)

En conformité de cette décision, toutes les fois que vous découvrirez des irrégularités, négligences ou contraventions commises par les officiers de l'état civil, qui vous paraitront susceptibles d'être dénoncées aux tribunaux et punies en conformité des dispositions du code Napoléon, vous voudrez bien m'en donner avis, et je vous indiquerai ce que vous aurez à faire.

*) N. XVIII. Décret impérial du 4 juillet 1806, concernant le mode de rédaction de l'acte par lequel l'officier de l'état civil constate qu'il lui a été présenté un enfant sans vie.

Art. 1.

Lorsque le cadavre d'un enfant dont la naissance n'a pas été enregistrée, sera présenté à l'officier de l'état civil, cet officier n'exprimera pas qu'un tel enfant est décédé, mais seulement qu'il lui a été présenté sans vie. 11 recevra de plus la déclaration des témoins, touchant les noms, prénoms, qualités et demeures des père et mère de l'enfant, et la désignation des an, jour et heure auxquels l'enfant est sorti du sein de sa mère.

i. Cet acte sera inscrit à sa date sur les registres des décès, sans qu'il en résulte aucun préjugé sur la question de savoir si l'enfant

a eu vie ou non.

N. XIX. Loi du 1 avril 1803, relative aux prénoms et changemens de noms.

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58. Jeder, der ein neugebornes Kind findet, ist verbun= den, es dem Beamten des Civil-Standes, mit den Kleidun gen und andern bey dem Kinde gefundenen Effecten zu überliefern, und alle Umstände der Zeit und des Ortes, wo er es gefunden hai, anzugeben.

Erster Titel

Von den Vornahmen.

Art. 1. Von der Verkündigung des gegenwärtigen Gesetzes ́anzurechnen, können allein die Nahmen, welche in den verschiedes nen Calendern gebräuchlich sind, und jene der in der alten Ge: schichte bekannten Personen, als Vornahmen in den Registern des Civil-Standes angenommen werden, welche bestimmt sind die Ge-burt der Kinder zu couftatireu; und es ist den öffentlichen Beam: ten untersagt, audere in ihren Acten anzunehmen.

2. Jeder, der gegenwärtig als Vornahmen den Nahmen einer eristirenden Familie oder jeden andern Nahmen führt, der nicht in der Bezeichnung des ersten Artikels begriffen ist, kann die Veränderung desselben verlangen, nur muß er die Verfügungen des gedachten Artikels beobachten.

3. Die Veränderung geschicht zu Folge eines Urtheils des Bezirks-Gerichts, welches die Berichtigung des Actes des Civils Standes verordnet.

Dieses Urtheil wird nach Anhörung des kaiserlichen Procurators auf eine einfache Vittschrift desjenigen erlassen, welcher die Vers änderung nachsucht, wenn er großjährig oder emancipirtist, und seiner Eltern oder seines Vormundes, wenn er minderjährig ist.

Zweyter Titel

Von den Veränderungen der Geschlechts-Nahmen.

4. Jeder, der einige Ursache hat, seinen Geschlechts-Nahmen zu verändern, muß ein durch Gründe unterstüßtes Gesuch an die Regierung einsenden.

5. Die Regierung entscheidet hierüber in der Form, welche für die Regierungs-Verordnungen vorgeschrieben ist.

6. Wenn sie das Gesuch bewilliger, so erlaubt sie durch einen in ders selben Form erlassenen Beschluß die Veränderung des Geschlechts-Nahs

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